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2025 Cyber Leaders Exchange: Michael Overstreet Discusses Securing IT-OT Interfaces in Federal Networks, Concept art for illustrative purpose, tags: von und - Monok

Michael Overstreet von Cisco betont KI und Zero Trust als Schlüssel für die zukünftige Cyberresilienz

Bundesweite Cybersicherheitsexperten intensivieren ihre Bemühungen, die wachsende Verknüpfung von IT- und Operational-Technology-(OT)-Systemen zu schützen – eine Herausforderung, die auch in Europa zu beobachten ist. Während Deutschland seine digitale Infrastruktur ausbaut – von Verkehrsnetzen bis zu Energieleitungen – treten ähnliche Risiken zutage. Der Cyber Leaders Exchange, ausgerichtet vom Federal News Network, bringt Fach- und Führungskräfte aus Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um Ideen zur Stärkung der Cybersicherheit und zum Schutz kritischer Systeme auszutauschen.

Beim diesjährigen Treffen erläuterte Michael Overstreet, Director Security Solutions Engineering für den US-Public-Sector bei Cisco Systems, wie Behörden neue Risiken abwehren können, die entstehen, wenn industrielle Systeme mit der Cloud verbunden werden. Zuvor isolierte Geräte – etwa Heizungssteuerungen, Fabrikmaschinen oder Flughafensensoren – sind heute online und schaffen neue Angriffsflächen für Cyberattacken.

Overstreet betonte, Behörden müssten genau wissen, welche Geräte sich in ihren Netzen befinden, und ungewöhnliche Aktivitäten kontinuierlich überwachen. Cisco verfolgt hierfür einen einheitlichen Sicherheitsansatz, der Zero Trust, Segmentierung und Echtzeitüberwachung kombiniert. Tools wie Cyber Vision, Identity Services Engine und Secure Firewall helfen dabei, abnormales Verhalten zu erkennen und Bedrohungen frühzeitig zu stoppen. Die jüngste Übernahme von Splunk verschafft Cisco leistungsfähigere Datenanalysen und schnellere Bedrohungserkennung – für mehr Transparenz und kürzere Reaktionszeiten bei den Behörden.

KI und die Zukunft der Cyberabwehr

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zu einem zentralen Baustein dieser Verteidigungsstrategie. Overstreet erklärte, dass Machine Learning und generative KI Organisationen inzwischen dabei unterstützen, von der reaktiven Vorfallsbearbeitung zur proaktiven Prävention überzugehen.

Automatisierte Richtlinienumsetzung reduziert menschliche Fehler, während intelligente Systeme Anomalien früher aufspüren. Dennoch, so Overstreet, bleibe qualifiziertes Personal unverzichtbar. Schulungsprogramme und praxisnahe Simulationen sind nötig, damit Cybersecurity-Teams sowohl IT-Systeme als auch industrielle Steuerungen verstehen.

Zuversichtlich verwies Overstreet auf quantenresistente Verschlüsselung, identitätsbasiertes Zero Trust und Edge-basierte Bedrohungserkennung als Schutzmechanismen der nächsten Generation. Seine Botschaft an Entscheidungsträger in den USA und Europa war eindeutig: Die Zukunft der Cybersicherheit hängt davon ab, Technologie, Fachwissen und Strategie zu verbinden, um nationale Infrastrukturen gegen immer ausgefeiltere digitale Angriffe widerstandsfähig zu machen.