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Die Welt des Internets und der IT
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Jared Mauch Receives J.D. Falk Award for Open Resolver Project, Video Screenshot, tags: die aus ländlichem - Youtube

Die Internetlösung eines Mannes aus ländlichem Michigan verändert die Gemeinschaft

Was würdet ihr tun, wenn kein Internetanbieter euer Zuhause anschließen würde? Für Jared Mauch war die Antwort einfach: Er baute sein eigenes Netzwerk. Als die großen Telekommunikationsanbieter Nein sagten, entwickelte Jared seine eigene Lösung – er verlegte selbst Glasfaserkabel, um seiner ländlichen Michigan-Gemeinschaft Highspeed-Internet zu bringen.

Was als persönliche Lösung für ein frustrierendes Problem begann, entwickelte sich zu einer von der Basis getragenen Erfolgsgeschichte, die weit über die USA hinaus Resonanz findet.

Internet von Grund auf aufbauen

Bereits im Jahr 2002 arbeitete Mauch als Netzwerkarchitekt im Homeoffice für Akamai und war auf eine lahme 1,5-Mbps-Verbindung angewiesen. Als Comcast ihm 50.000 Dollar bzw. über 44.000 Euro für den Anschluss seines Zuhauses verlangte, ließ sich dieser Preis nicht rechtfertigen. Also tat er etwas, an das nur wenige denken würden – er legte sein eigenes Glasfasernetz von Grund auf an.

Anfangs standen seine Nachbarn skeptisch gegenüber, doch als sein Service symmetrische Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s lieferte, stieg die Nachfrage schnell an. Bis 2021 hatte er 30 Haushalte gewonnen, und ein Jahr später hatte sich diese Zahl mehr als verdoppelt. Bundeszuschüsse ermöglichten ihm eine weitere Expansion, sodass er in nahegelegenen ländlichen Gebieten, die bisher von den großen Anbietern vernachlässigt wurden, über 400 Haushalte erreichte.

Wie ein Einzelner einen Unterschied machte

Mauchs Unternehmen, Washtenaw Fiber Properties, ist heute mehr als nur ein lokaler Internetanbieter – es ist ein Symbol dafür, was technisches Know-how und gemeinschaftlicher Einsatz erreichen können. Für viele deutsche Bewohner, die immer noch mit dürftigem ländlichem Internet kämpfen, bietet seine Geschichte eine eindrucksvolle Erinnerung an das Potenzial kleiner, bürgergetriebener Lösungen.

Trotz des wachsenden Erfolgs seines Projekts behält Mauch seinen Vollzeitjob bei Akamai und erweitert sein Netzwerk kontinuierlich. Sein Ziel bleibt unverändert: sicherzustellen, dass in seiner Region niemand ohne Internetzugang bleibt. In einer Welt, in der digitaler Zugang unerlässlich ist, zeigt seine Arbeit, wie viel Einfluss eine Einzelperson haben kann, wenn Institutionen versagen.